Im arbeitsgerichtlichen Verfahren kommt der gütlichen Beilegung eines Rechtsstreits eine noch höhere Bedeutung bei, als sie ohnehin bereits im Zivilprozessrecht verankert ist.

Hier findet in einem zeitlich kurzen Abstand zur Einreichung der Klage ein Gütetermin beim Arbeitsgericht statt, in welchem das Gericht mit den Parteien des Rechtsstreits erörtert, ob eine gütliche Beilegung des Rechtsstreits möglich ist.

Bei Kündigungsschutzklagen bietet sich hier häufig die Möglichkeit, Vergleichsgespräche zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu führen. Dabei kommt sehr häufig in Betracht, dass der Arbeitgeber bereit ist, dem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung zu zahlen, um ihm damit den sozialen Besitzstand, die der Arbeitnehmer durch die Dauer seines Arbeitsverhältnisses erlangt hat, zu entschädigen.

Die Abfindung ist damit in den meisten Fällen eine Verhandlungsposition zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die letztlich frei ausgehandelt werden kann.

Ein Rechtsanspruch auf eine Abfindung kennt das Arbeitsrecht nur in sehr vereinzelten Situationen (z. B. § 1a KSchG Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung; § 9 KSchG Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Urteil des Gerichts).


Wünschen Sie eine unverbindliche Einschätzung?

Nehmen Sie jetzt unkompliziert und schnell Kontakt mit uns über unser Kontaktformular auf!

» Zum Kontaktformular


Aktuelle Fachartikel Arbeitsrecht