Mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses endet gleichzeitig die Pflicht des Arbeitnehmers zur Wettbewerbsenthaltung. Auch die nachvertragliche Treuepflicht setzt keine Schranken, die über die allgemeinen Gesetze hinausgehen. Gestattet ist damit grundsätzlich jede Form der Konkurrenz, auch wenn sie die unternehmerischen Interessen des Arbeitgebers hart trifft.

Gegen eine solche Konkurrenzsituation kann sich ein Arbeitgeber bis zu einer Höchstgrenze von bis zu zwei Jahren nur durch die Vereinbarung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbotes schützen.

Zum Schutz des Arbeitnehmers, der nicht unter dem Druck des Arbeitsverhältnisses unüberlegt Bindungen eingehen soll, müssen zwingende Formvorschriften und Mindestbedingungen eingehalten werden.

Dazu zählt insbesondere der Grundsatz der bezahlten Karenz. Ohne finanziellen Ausgleich ist eine spätere Konkurrenz des Arbeitnehmers nicht zu verhindern.

Versuche, ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot arbeitsvertraglich zu vereinbaren, ohne dass eine entsprechende Karenzentschädigung gezahlt wird, scheitern regelmäßig bei der gerichtlich durchgeführten Inhaltskontrolle.

Es steht deshalb bereits vor Vertragsschluss für beide Vertragsparteien zu überlegen, ob ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot arbeitsvertraglich vereinbart werden soll.


Wünschen Sie eine unverbindliche Einschätzung?

Nehmen Sie jetzt unkompliziert und schnell Kontakt mit uns über unser Kontaktformular auf!

» Zum Kontaktformular


Aktuelle Fachartikel Arbeitsrecht