Überstunden leistet ein Arbeitnehmer, der über die für sein Beschäftigungsverhältnis geltende Arbeitszeit hinaus arbeitet. Als Vergleichsmaßstab wird die regelmäßige Arbeitszeit, wie sie auf Grund von Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag auf Tag/Woche/Monat oder Jahr verteilt ist, genommen.

Ein Arbeitgeber ist in Notfällen oder bei außergewöhnlichen Fällen, die für ihn nicht vorhersehbar sind, berechtigt, von seinen Arbeitnehmern auf Grund der arbeitsvertraglichen Nebenpflicht sonst nicht geschuldete Überarbeit zu verlangen, allerdings sind die Grundsätze des billigen Ermessens zu beachten. Es sind somit auch die beiderseitigen Interessen, sowohl die des Arbeitgebers wie auch die des Arbeitnehmers zu berücksichtigen.

Die Vergütung von Überstunden regelt sich nach den vertraglichen Vereinbarungen. Vielmals ist in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen eine Staffelung vereinbart, die insbesondere die Zulagen für die Leistung von Überstunden regelt.

Bei einem Streit über die Überstundenvergütung treffen den Arbeitnehmer die Darlegungs- und Beweislast. Hierzu gehören die tatsächlichen Voraussetzungen, aus denen sich ergibt, dass Überstunden erbracht worden sind.

Dazu ist im Streitfall darzulegen und zu beweisen, dass Überstunden mit „Wissen" und „Wollen" des Arbeitgebers geleistet wurden. Es ist darzulegen, dass sie vom Arbeitgeber angeordnet oder zur Erledigung der dem Arbeitnehmer obliegenden Arbeiten notwendig oder vom Arbeitgeber gebilligt oder geduldet worden sind.


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