Gerade bei privatschriftlicher verfassten Testamenten kommt es häufig vor, dass sich der tatsächliche Wille des Erblassers nicht aus dem Text seines Testamentes ergibt. Dies kann zum Einen daher kommen, dass Fachbegriffe falsch verwendet werden (zum Beispiel die Bezeichnung eines Vermächtnisnehmers als Erbe) und zum Anderen durch sprachliche Ungenauigkeiten und/oder komplizierte und komplexe Handlungsanweisungen des Erblassers.

Durch Auslegung ist in diesen Fällen der Inhalt eines Testamentes zu ermitteln. Anders als im Zivilrecht üblich, geht es bei der Auslegung hier nicht nach dem objektiven Empfängerhorizont eines Dritten, es soll im Erbrecht vielmehr versucht werden, den wahren Willen des Erblassers zu erforschen. Grenze dieses wahren Willens ist aber die Verfassung des Testamentes. Der wahre Wille muss in dem Testament zumindest erkennbar sein.


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Sebastian Böhm
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht

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