Ein Behandlungsfehler ist eine nicht sorgfältige, fachgerechte oder zeitgerechte Behandlung eines Patienten. Der Fehler kann unter anderem

  • ein Diagnosefehler
  • ein Therapiefehler
  • ein Aufklärungsfehler
  • ein Organisationsfehler

sein.

Behandlungsfehler bezeichnet man auch als „Kunstfehler". Der Begriff Kunstfehler stammt daher, dass die ärztliche Behandlung nach den Regeln der Kunst (lat. lege artis) erfolgen muss. Gemeint ist damit, dass die Behandlung entsprechend des aktuellen Wissenstandes in der Ärzteschaft erfolgen muss.

Um Ansprüche geltend machen zu können, muss der Patient grundsätzlich den Fehler des Behandlers beweisen. Dies ist in den meisten Fällen nur durch ein ärztliches Sachverständigengutachten möglich. Ein solches Gutachten kann der Patient bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung, der Schlichtungsstelle bei der Ärztekammer (soweit es sich um einen ärztlichen Fehler handelt) oder im Rahmen eines gerichtlichen Klageverfahren erhalten.

Solange kein schwerer Behandlungsfehler vorliegt, muss der Patient beweisen, dass ihm durch den Behandlungsfehler ein Schaden entstanden ist, für den er auch ein Schmerzensgeld beanspruchen kann.

Für die Zahlung des Schmerzensgeldes und teilweise auch für die weiteren Schäden sind die Haftplichtversicherungen der Ärzte bzw. Krankenhäuser, Zahnärzte und Therapeuten zuständig.

 

 

 


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Julia Fellmer
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Medizinrecht

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