Die Menge von Betäubungsmitteln wird durch ein so genanntes Wirkstoffgutachten bestimmt. Ergibt ein solches Gutachten das Überschreiten gewisser Grenzwerte in Ansehung des Wirkstoffes, also nicht der Bruttomenge, ist vom Vorliegen einer nicht geringen Menge auszugehen.

Für die wichtigsten Betäubungsmittel gelten in der Regel folgende Werte:

  • Haschisch und Marihuana 7,5 Gramm Tetrahydrocannabinol (THC)
  • Kokain 5,0 Gramm Kokainhydrochlorit (KHC)
  • Ecstasy/ Chrystal/ Speed ab 30 Gramm Base oder 35 Gramm Hydrochlorid (MDE, MDA oder MDMA)
  • Heroin 1,5 Gramm Heroinhydrochlorid (HHC)
  • Amphetamin 10 Gramm Amphetaminbase

In Konsumeinheiten umgerechnet kann in regelmäßigen Fällen von Folgendem ausgegangen werden:

  • Haschisch und Marihuana 7,5 Gramm THC ungefähr 500 Konsumeinheiten (15 mg)
  • Kokain 250 Konsumeinheiten
  • Ecstasy 35 Gramm MDE/ 30 Gramm MDMA Base 250 Konsumeinheiten (140 mg)
  • Heroin 150 Konsumeinheiten (10 mg)
  • Amphetamin 10 Gramm Amphetaminbase 200 Konsumeinheiten (50 mg)

Oft ist es jedoch so, dass die Betäubungsmittel, da verbraucht oder nicht auffindbar, nicht mehr vorhanden sind. In einem solchen Fall kann das Gericht Schätzungen über den Wirkstoffgehalt anstellen. Indikatoren sind z. B. der Preis oder die Angaben der Beteiligten über die Qualität.


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Gregor Leber
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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