Nach § 407 StPO kann ein Strafverfahren auch durch Erlass eines Strafbefehls beendet werden.

Die Staatsanwaltschaft beantragt den Erlass eines Strafbefehls bei den Amtsgerichten in Fällen der kleineren Kriminalität.

Der rechtskräftige Strafbefehl steht einem Urteil gleich. In ihm dürfen aber nur bestimmte Rechtsfolgen ausgesprochen werden, so z. B. Geldstrafen, Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird, Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis bis zu zwei Jahren.

Der Richter prüft den Sachverhalt nur anhand der Akten. Es findet keine Gerichtsverhandlung statt.

Gegen den Strafbefehl kann Einspruch (innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls) bei dem Gericht, das den Strafbefehl erlassen hat, eingelegt werden. Dann kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Häufig ist es so, dass Mandanten erst nach Zugang eines Strafbefehls einen Verteidiger aufsuchen. Dieser wird dann Einspruch einlegen, die Akte einsehen und gemeinsam mit dem Mandanten entscheiden, ob der Strafbefehl akzeptiert oder bei Gericht die Verteidigung geführt wird.

Auch eine Einstellung des Verfahrens ist in dieser Situation immer noch möglich.


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Gregor Leber
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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