Strafen sind Rechtsfolgen, die für eine tatbestandsmäßige rechtswidrige und schuldhafte Handlung angedroht werden.

Wesentlich sind die beiden Hauptstrafen – Geldstrafe und Freiheitsstrafe.

Die Geldstrafe ist die häufigste Strafart. Sie wird nach Tagessätzen von 5-360 zu je 1 EUR bis 5.000 EUR verhängt. Die Höhe eines Tagessatzes berechnet sich nach dem Nettoverdienst eines Tages.

Die Anzahl der Tagessätze bemisst das Gericht nach der Schuld des Täters.

Eine Verurteilung zur Geldstrafe führt ab 91 Tagessätzen zur Eintragung einer Vorstrafe in das polizeiliche Führungszeugnis.

Eine Freiheitsstrafe wird in Monaten (ein Monat bis 15 Jahre) bemessen. Die einzelnen Strafgesetzte sehen Mindest- und auch Höchststrafen vor. Praktisch bedeutsam ist die Höhe der Strafe für die Frage, ob Bewährung gewährt wird.

Nur die Vollstreckung von Freiheitsstrafen, die zwei Jahre nicht übersteigen (§ 57 StGB), kann überhaupt zur Bewährung ausgesetzt werden.

Eine sehr häufige Nebenstrafe ist bei Verkehrsvergehen das Fahrverbot, das zwischen einem Monat und drei Monaten beträgt. Daneben können auch so genannte Maßregeln der Besserung und Sicherung angeordnet werden. Die Entziehung der Fahrerlaubnis ist die häufigste verhängte Maßregel.

In der Berufung kann auch, wenn der Schuldspruch selbst nicht angefochten werden soll, nur die Höhe der Strafe angegriffen werden.


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Gregor Leber
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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