Gegen einen Jugendlichen oder nach Jugendstrafe zu verurteilenden Heranwachsenden kann die Kriminalstrafe verhängt werden. Voraussetzung ist, dass in der Tat schädliche Neigungen hervortreten oder die Schwere der Schuld die Verbüßung gebietet.

Die Jugendstrafe beträgt sechs Monate bis fünf Jahre, bei schweren Verbrechen bis zu zehn Jahren.

Das bedeutet, dass auch ein Mord, der bei Erwachsenen zu lebenslanger Freiheitsstrafe führte, „nur" mit einer Höchststrafe von zehn Jahren geahndet werden kann.

Die Jugendstrafe bis zu einem Jahr kann zur Bewährung ausgesetzt werden.

Kann zum Zeitpunkt des Urteils nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, ob schädliche Neigungen vorliegen, kann auch gem. § 27 JGG im Urteil nur die Schuld festgestellt werden und die Entscheidung über die Strafe für eine Bewährungszeit von ein bis zwei Jahren ausgesetzt werden.

Vollzogen wird die Jugendstrafe in speziellen Vollzugsanstalten, in denen dem Erziehungszweck durch besonders geschulte Beamte Rechnung getragen werden soll.


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Gregor Leber
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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