§ 142 StGB begründet die Strafbarkeit eines Unfallbeteiligten, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne bestimmten Verpflichtungen zu genügen.
Dazu gehören u. a.: Er muss die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeuges und die Art seiner Beteiligung dadurch ermöglich, dass er am Unfallort anwesend bleibt und dort Feststellungsinteressierten gegenüber angibt, dass er am Unfall beteiligt ist.
Auch wenn kein anderer Unfallbeteiligter anwesend ist, z. B. Unfall beim Einparken, Fahrt gegen einen Baum, darf man sich nicht einfach vom Unfallort entfernen.

Der in vielen Fällen hinterlassenen Zettel an der Windschutzscheibe schützt nicht vor Strafe. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Polizei zu verständigen und am Unfallort zu verbleiben, bis diese eintrifft.

Verurteilungen wegen Verstoßes gegen § 142 StGB spielen in der Praxis eine große Rolle. In Deutschland gibt es bekanntlich 40 Mio. zugelassene Kraftfahrzeuge.

Folgen einer Verurteilung können auch führerscheinrechtliche Maßnahmen, wie z. B. die Entziehung der Fahrerlaubnis (§§ 69, 69 a StGB), sein.

Die Ungeeignetheit zum Führen eines Kraftfahrzeuges wird ab einem Schaden von ca. 1.200,00 EUR vermutet. Solche Schäden sind bei den aktuellen Preisen der Reparaturwerkstätten auch bei leichteren Unfällen fast schon die Regel.

Versicherungsrechtliche Konsequenzen einer Unfallflucht können in der Nichtleistung der Kaskoversicherung und in einer Inanspruchnahme für den Fremdschaden liegen.


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Gregor Leber
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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