Der Halter eines Tieres haftet für Schäden, die durch typisches Tierverhalten verursacht werden. Dies gilt selbst dann, wenn das Tier einen Tierarzt beißt, in dessen Obhut es sich befindet, und der Halter keinerlei Möglichkeit hat, steuernd auf sein Tier einzuwirken.

Das OLG Celle führt in seiner Entscheidung (Urt. v. 11. 6. 2012 – 20 U 38/11) an, dass allein der Umstand, dass man sein Tier zum Zweck der Behandlung o. ä. in die Obhut einer anderen Person gebe, nicht dazu führen könne, dass die Haftung des Halters ausgeschlossen sei. Denn die Haftung des Tierhalters bestehe unabhängig von der Möglichkeit seiner Einflussnahme.

Die Haftung könne allerdings beschränkt werden, wenn der Geschädigte durch sein Verhalten zu der Verletzung selbst beigetragen habe.

Quelle: www.oberlandesgericht-celle.nierdesachsen.de (Pressemitteilung v. 13. 7. 2012)


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