(20.08.18)

Mit Urteil vom 26.07.2018 sprach das Landgericht Düsseldorf dem Kläger eine Entschädigung für seelische Beeinträchtigung gem. § 844 III BGB in Höhe von 25.000,00 EUR zu.

Der Kläger hatte unerwartet und plötzlich seine Frau verloren, die infolge eines Behandlungsfehlers nach einer Herzkatheteruntersuchung gestorben war.

Der § 844 III BGB ist neu. Nach dieser Vorschrift hat ein Schädiger dem Hinterbliebenen, der zur Zeit der Verletzung zu dem Getöteten ein besonderes persönliches Näheverhältnis hatte, eine Entschädigung zu zahlen.

Diese Entschädigung soll eine Kompensation für das seelische Leid des Hinterbliebenen darstellen.

Dieses geforderte besondere persönliche Näheverhältnis wird vermutet, wenn der Hinterbliebene der Ehegatte, der Lebenspartner, ein Elternteil oder ein Kind des Getöteten war.

Die Höhe des Hinterbliebenengeldes liegt im Ermessen des jeweiligen Gerichts. Die Höhe ist davon abhängig, wie hoch das persönliche individuelle Leid des Einzelnen ist.

In dem vorliegenden Fall, bei dem der Kläger seine Ehefrau plötzlich verloren hatte, hielt das Gericht den Betrag in Höhe von 25.000,00 EUR für angemessen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 


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Julia Fellmer
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Medizinrecht

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